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Tennisellenbogen
WARUM DER ELLENBOGEN SCHMERZT UND WAS WIRKLICH HILFT
Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die beim Greifen, Heben oder Drehen des Unterarms auftreten – das ist das typische Bild eines Tennisellenbognes. Trotz des Namens haben die meisten Betroffenen nie einen Tennisschläger in der Hand gehabt. Büroarbeit, Gartenarbeit, Handwerk oder einseitige Alltagsbelastungen sind weitaus häufigere Auslöser. Wichtig ist zu verstehen, was dahintersteckt – damit die Behandlung auch wirklich am richtigen Punkt ansetzt.
WAS HINTER EINEM TENNISELLENBOGEN STECKT
Der Begriff beschreibt eine Reizung der Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens. Dort setzen die Muskeln an, die für die Streckung von Hand und Fingern zuständig sind. Werden diese Muskeln dauerhaft oder wiederholt überlastet, reagiert das Gewebe gereizt – und der Schmerz entsteht genau dort, wo die Sehne am Knochen ansetzt.
KEIN SPORT NÖTIG – ALLTAG REICHT OFT AUS
Langes Tippen, Schrauben, Gartenarbeit, Tragen von Lasten oder immer wiederkehrende Greifbewegungen können genauso zum Tennisellenbogen führen wie intensives Training. Das Problem ist nicht ein einzelner Moment, sondern die wiederholte Belastung über einen längeren Zeitraum.
HÄUFIGE AUSLÖSER
Typisch sind:
– einseitige Belastung durch Büroarbeit oder Handwerk
– wiederkehrende Greif- und Drehbewegungen im Alltag
– Gartenarbeit oder körperliche Tätigkeiten nach längerer Pause
– mangelnde Kraft oder Ausdauer in der Unterarmmuskulatur
– ungünstige Körperhaltung beim Arbeiten am Schreibtisch
WELCHE BESCHWERDEN TYPISCH SIND
Der Schmerz sitzt meist punktgenau an der Außenseite des Ellenbogens und strahlt manchmal in den Unterarm aus. Besonders unangenehm ist er bei alltäglichen Bewegungen, die eigentlich ganz normal wirken.
Typisch sind:
– Schmerzen beim Greifen, Heben oder Tragen
– Beschwerden beim Drehen des Unterarms, z. B. beim Öffnen von Gläsern
– Druckempfindlichkeit direkt am Ellenbogenknochen
– nachlassende Griffkraft
– Schmerzen, die sich nach Belastung verschlimmern
WIE PHYSIOTHERAPIE BEIM TENNISELLENBOGEN HELFEN KANN
Ein Tennisellenbogen verschwindet selten von allein – vor allem dann nicht, wenn die Belastung, die ihn ausgelöst hat, weiterhin täglich stattfindet. Physiotherapie setzt gezielt an der gereizten Sehne an, verbessert die Belastbarkeit der Muskulatur und hilft dabei, die Ursache im Alltag zu verändern.
Typische Bestandteile können sein:
– gezielte Kräftigung der Unterarm- und Schultermuskulatur
– Mobilisation von Ellenbogen und Handgelenk
– Dehnübungen zur Entlastung der Sehnenansätze
– Anpassung von Arbeitsgewohnheiten und Alltagsbelastung
– ein umsetzbarer Plan für zuhause
WARUM RUHIGSTELLEN OFT DAS FALSCHE IST
Viele Betroffene schonen den Arm so weit wie möglich – und wundern sich, dass es trotzdem nicht besser wird. Das Gewebe braucht keine vollständige Ruhe, sondern eine angepasste, dosierte Belastung, um sich zu regenerieren. Gezieltes Training ist dabei deutlich wirksamer als pauschale Schonung.
Schmerzen am Ellenbogen beim Greifen oder Heben klingen zunächst harmlos – können aber den Alltag erheblich einschränken, wenn sie zu lange ignoriert werden. Mit gezielter Physiotherapie lässt sich ein Tennisellenbogen in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen.
Gezielte Therapie kann helfen...
die gereizte Sehne zu entlasten und die Heilung zu fördern
Kraft und Belastbarkeit im Unterarm wieder aufzubauen
Schmerzen beim Greifen und Heben zu reduzieren
Alltagsgewohnheiten sinnvoll anzupassen
einen Rückfall durch bessere Belastungssteuerung zu verhindern
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